Blockchain: Smart Contracts – was Sie wissen müssen!

Was sind Smart Contracts?

Um zu verstehen, was ein Smart Contract ist, lohnt es sich, die Funktionsweise von Verträgen (Contracts) überhaupt vor Augen zu führen. Verträge sind in unserer Welt sehr wichtig. Mittels Verträgen verpflichten wir uns gegenseitig. Wir schließen Kauf-, Miet- oder Kreditverträge ab. Traditionell wurden Verträge von mindestens zwei Personen oder Firmen in Papierform aufgelegt. Gab es einen Vertragsbruch, so musste vor Gericht gegangen werden.

Bei Smart Contracts laufen diese Verträge rein digital, über eine Blockchain ab. Die Vertragsparteien lassen die Vertragsbedingungen auf einer Blockchain verewigen. Der Vorteil ist, dass eine Blockchain im Nachhinein nicht veränderbar ist.

Das Ziel eines Smart Contracts ist es, das Risiko eines Vertrags zu reduzieren.

Technisch gesehen funktioniert ein Smart Contract wie ein Computer-Programm. Es werden „Wenn-Dann“- Funktionen einprogrammiert. „Wenn das passiert, dann soll das geschehen.“ Damit wird der Vertrag auf einmal von einem Programm exekutierbar. Dies soll den Geschäftsverkehr reibungsloser ablaufen lassen. Denn wenn ein gewisser Status eintritt, so gibt der Code beispielsweise eine Zahlung automatisch frei. Es muss nicht auf die andere Partei vertraut werden, da das Programm die gewünschte Tätigkeit ausführt. Bei einem Smart Contract handelt es sich also um eine Sammlung von Code und Daten, die auf einer Blockchain festgeschrieben wurden.

Warum sind Smart Contracts nicht fälschbar?

Smart Contracts sind nicht fälschbar, da sie dezentral auf Blockchains gespeichert werden. Der große Vorteil von Blockchains ist es, dass es keine zentrale Speicherstelle gibt, der vertraut werden muss. Die Daten, welche auf einer Blockchain festgeschrieben werden, sind dort sicher gespeichert, da das Netzwerk die Stabilität garantiert. Jede Blockchain hat interne Anreize der Marktteilnehmer, die Stabilität und Unveränderbarkeit zu gewährleisten.

Damit eignen sich Blockchains für die Notierung von Geschäftsbeziehung. Die Abmachung kann im Anschluss nicht mehr verändert werden.

Was sind die Vorteile von Smart Contracts auf einer Blockchain?

  1. Schnelle Ausführung: Da die Verträge digital ausgeführt werden, braucht es keine große Bürokratie. Der Code führt den Vertrag aus.
  2. Sicherheit: Da die Verträge auf einer Blockchain gespeichert werden, sind diese sicher verwahrt und können im Nachhinein nicht abgeändert werden.
  3. Einsparungen: Da die Blockchain Technologie Mittelsmänner ausschaltet, können diese Kosten eingespart werden.

Was sind mögliche Nachteile von Smart Contracts

Smart Contracts sind im Nachhinein nicht änderbar. Das bedeutet jedoch auch, dass, sollte ein Fehler bei Vertragsabschluss passiert sein, dieser nicht rückgängig gemacht werden kann. Wenn ein Smart Contract einmal auf einer Blockchain gespeichert ist, dann bleibt dieser bestehen. Wurde beispielsweise einprogrammiert, dass Coins an eine bestimmt Adresse transferiert werden sollen, diese Adresse jedoch falsch eingegeben wurde, so werden die Coins dennoch dorthin überwiesen werden. Somit kann sich der Vorteil eines Smart Contracts auch zu einem Nachteil herausstellen.

Weiters eignen sich Smart Contracts nicht für niedrigpreisige, einmalige Transaktionen. Sollte der Vertrag nur eine kleine Summe beinhalten und nur auf einen einzigen Geschäftsfall zutreffen, so wäre die Nutzung eines Smart Contracts wiederum zu aufwändig und würde die möglichen Einsparungen zunichte machen. Je mehr Transaktionen und je höher jede einzelne Transaktion, bzw. je mehr Fremde miteinander Geschäfte machen wollen, desto eher lohnt sich der Einsatz von Smart Contracts.

Können Smart Contracts miteinander kombiniert werden?

Ja, Smart Contracts können miteinander kombiniert werden. Damit kann die Auslösung eines Smart Contracts einen anderen Smart Contract auslösen. So können ganze Ketten von Smart Contracts geschaffen werden, um komplizierte Sachverhalte abzubilden. Dies kann in weiterer Folge verwendet werden, um dezentrale Apps (DAPPs) oder gar dezentrale Organisationen (decentralised autonomous organisation, DAO) zu schaffen.

Was sind bekannte Smart Contracts Blockchains?

Das bekannteste Netzwerk, was Smart Contracts betrifft, ist das Ethereum Netzwerk. Ethereum betrifft im Gegensatz zu Bitcoin nicht nur ein handelbares Coin, sondern stellt eine gesamte Plattform zur Verfügung, um Smart Contracts zu erstellen. Ehereum ist auch das erste Netzwerk, welches Verträge auf eine Blockchain brachte.

In der Zwischenzeit gibt es noch weitere Systeme.

Bekannte Smart Contracts Blockchains sind:

  • IBM hat ein eigenes proprietäres Blockchain Netzwerk entwickelt. https://www.ibm.com/blockchain
  • Cardano – sieht sich als die grüne Alternative zu Ethereum
  • IOTA – die Blockchain für das Internet of Things.
  • Solana – verspricht, die schnellste dezentrale Blockchain weltweit bereit zu stellen.

Können Smart Contracts in Österreich eingesetzt werden?

Ja, Smart Contracts können auch für Unternehmen in Österreich relevant sein. Dies kommt auf den konkreten Anwendungsfall an. Kontaktieren Sie jetzt ATIRA, um genaue Auskunft zu bekommen!

Können Smart Contracts ohne Blockchain funktionieren?

Ja, Smart Contracts können auch ohne Blockchain funktionieren. Traditionell werden Smart Contracts auf Blockchains durchgeführt, da das Ziel ist, von einander unabhängige Vertragsparteien zusammenzubringen. Der Vorteil einer Blockchain ist die Dezentralität und damit Unabhängigkeit von einer zentralen Institution. Werden Smart Contracts nicht über eine Blockchain abgewickelt, so müssen die Vertragsparteien wiederum einer dritten Partei vertrauen. Dies ist technisch möglich, widerspricht praktisch jedoch der ursprünglichen Idee von Smart Contracts. Es ist jedoch denkbar, dass ein großes Unternehmen Smart Contracts intern einsetzt, um seine Geschäftsprozesse zu automatisieren. Weiters könnte eine Supply Chain über ein zentrales Netz mittels Smart Contracts gesteuert werden. Somit ist für das Funktionieren von Smart Contracts nicht unbedingt eine Blockchain erforderlich.   

Ein weiterer Nachteil eines zentralen Smart Contract Systems wäre die leichtere Hackbarkeit. Blockchains zeichnen sich durch ihre Dezentralität gerade dadurch aus, dass sie Angriffen besser standhalten können als zentral geführte Systeme. Somit steht ein zentralisiertes Smart Contract System Hackangriffen ausgelieferter gegenüber, als ein System über eine etablierte Blockchain.

Sind Smart Contracts rechtlich bindend?

Bei Rechtsthemen konsultieren Sie bitte einen Rechtsanwalt. Ob Smart Contracts rechtlich bindend sind, kommt auf den konkreten Vertrag an. Ist es ein Vertrag, der keiner Formvorschrift unterliegt, so können Verträge zwischen Parteien mündlich, schriftlich oder auch über die Blockchain geschlossen werden. Smart Contracts sind also dann bindend, wenn das zugrundeliegende Rechtsgeschäft keiner expliziten Formvorschrift unterlag. Wofür jedoch Smart Contracts jedenfalls verwendet werden können, ist die Ausführung oder Exekution des Vertrags.

Werden Smart Contracts traditionelle Verträge ersetzen?

Dass traditionelle Verträge komplett durch Smart Contracts ersetzt werden, gilt als unwahrscheinlich. Erstens wird es immer mündliche Abmachungen geben, bei denen eine technische Abwicklung nicht notwendig wäre. Zweitens wird es auch in Zukunft die Notwendigkeit von Schriftstücken bei der Vertragsabwicklung geben. Die Technologie von Blockchain ist verhältnismäßig jung. Inwieweit und ob sie sich bei internationaler Vertragsgestaltung überhaupt durchsetzt, steht in den Sternen.

Werden Smart Contracts Anwälte ersetzen?

Smart Contracts werden die rechtliche Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit verändern. Dadurch, dass bei einem Smart Contract die Ausführung oder Exekution durch den Code durchgeführt wird, fällt in einigen Fällen die Notwendigkeit der anwaltlichen Streitschlichtung weg. Damit wird sicher in manchen Geschäftsfeldern die Notwendigkeit von Anwälten reduziert werden. Es wird vermutlich jedoch auch noch in Zukunft auf Anwälte zurückgegriffen werden müssen, um gewisse rechtliche Fragen zu klären. Alleine die rechtlich sichere Ausgestaltung von Verträgen, seien sie jetzt smart oder nicht, wird auch in Zukunft mit anwältlichen Leistungen verbunden sein müssen.  

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